Immer auf die Kleinen

Heute geht es um den kleinen Laden "um die Ecke" bei uns im "Kiez" in Berlin Charlottenburg in der Wilmersdorfer Strasse.

Der Laden gehört einem "Elektroinstallationsmeiser". Sein Name ist Manfred Leuchte. Und über dem Schaufenster steht in einem Leuchtkasten rot auf Weiss: "Elektro-Leuchte".
Nomen est omen?

Schon als ich das Geschäft betrete höre ich Ihn auf den "Baumarkt" schimpfen, der in der gleichen Strasse eine Filiale hat.
Nein, die Leuchten, die dort gekauft würden, seien mit Schaltern versehen, in die die Kabel nur hineingepresst würden. Solche Schalter würden nur in Asien in Serie gefertigt und gleich eingebaut werden. "Sowas bekommen Sie hier gar nicht".
Also bestelle ich einen Serienschalter. "Sowas ist nicht vor Ort, da zu selten verlangt." Also mache ich eine Anzahlung und lasse mir einen Beleg mit der Adresse geben, damit dann meine Tochter, für deren Lampe dieser Schalter ist, diesen dann auch abholen kann.

Als wir einige Tage später die Nachricht erhalten, dass der Schalter nunmehr da sei, ruft meine Tochter mich per Handy an und fragt, wo denn dieses Geschäft sei. Es stellt sich heraus, dass die Adresse auf dem Stempel zwar die richtige Strasse, aber eine falsche Hausnummer nennt.
Darauf angesprochen, bekommt sie im Geschäft zur Antwort: "Ach ja, die haben sich beim Herstellen des Stempels vertan und ich habe es vergessen, die richtige Nummer nachzutragen. Wir nutzen den so selten, wissen Sie...?"

Als meine Tochter den Schalter später umtauschen will, ist das nicht möglich.
Erst als sich herausstellt, dass das ebenfalls bestellte Antennenkabel für den DVB-T-Empfang nicht den Vorgaben entspricht, ist die Sache eindeutig. Zumindest dieses muss der Mann zurücknehmen. Und ich baue mir am Wochenende selber die richtige Verbindung zusammen.

Den RF-Stecker gibt’s im Baumarkt. Für 1 Euro, 74 Cent.
Geht Ihnen ein Licht auf, Herr Leuchte?

WS.