Mein Verband isst im Estrel

Nachdem sich mein Berliner-Journalisten-Landes-Verband zunächst vom Bundesverand hat ausschliessen [siehe: Mein Verband ist weg...], sich danach Dank "Zellteilung" verdoppeln und sich aufgrund eines Gerichtsbeschlusses nunmehr wieder re-integrieren lassen, schien es angebracht zu sein, einmal mit dem Hoeness des Deutschen Journalisten-Verbands-Wesens (if you know whom I mean :-) einige persönliche Worte zu wechseln.

Die Möglichkeit dazu ergab sich im Rahmen eines Empfangs und Abendessens für die Teilnehmer eines Kongresses, der sich am 1. Oktober mit dem Thema: "Grenzenlose Kommunikation in der EU?" beschäftigen wird.
 [1] und bei dem es ausserdem Gelegenheit gab, auch "meinen Vorsitzenden" im Rahmen seiner Begrüssungsansprache und einem kurzen persönlichen Dialog kennenzulernen.

Wie bei allen "VIP"s - auch wenn er sich selber vielleicht selbst nicht so sehen mag - dauert es, bis es zu dieser Begegnung kommt. An diesem Abend: drei Stunden und "10 Minuten". Aber ein einmal gesetztes Ziel wird so schnell nicht aufgegeben, und nachdem er sich für die ob der aktuellen Umstände stark verlängerten "10 Minuten" sich entschuldigt hatte, ist alles in bester Verfassung.

Zumal die "Wartezeit" mit dem Abendessen und interessanten Gesprächen mit den am Tisch versammelten "Kolleginnen und Kollegen" verkürzt wurde. Schwerpunkt waren dabei vor allem die Erlebnisse aus deren mehrjährigen Aufenthalten in der ehemaligen "DDR", in Erfurth (ab 1991) und in Dresden (ab 1993). Offensichtlich in beiden Fällen prägende Jahre, die keine(r) der Anwesenden missen möchte, von denen aber auch beide sagen, dass sie froh sind, dass diese Zeit vorbei sei.

Schliesslich verbleiben noch eine "Kollegin" und ich am Tisch. Sie entfaltet mir ihre Lebensphilosophie, die darin besteht, sich nie zu wichtig zu nehmen und dadurch die Kraft zu finden, auch schwierigen Herausforderungen das abzugewinnen, was einen weiterbringt. Dann bricht sie plötzlich ab, meint, dass solche Art der Kommunikation menschlicher Weisheit zu sehr dem Weingenuss geschuldet sei, dankt sehr für den guten Dialog - und verabschiedet sich.

Wenige Minuten später taucht mein Gesprächspartner auf. Er setzt sich zu mir an den grossen leeren runden Tisch und fragt, wie ich denn die Dinge hier in Berlin beurteile. Ich antworte ihm, ohne zu zögern, dass ich auf den Tag warte, an dem beide berliner Verbände sich in einem gemeinsam gezeichneten Schreiben an ihre (jeweiligen) Mitglieder wenden werden...

Zum guten Schluss kommen wir auch auf dieses Weblogg zu sprechen. Ich werde - einmal mehr - gefragt, ob es nicht interessant sein könne, diese Aufzeichnungen am Ende des Jahres nochmals zwischen zwei Buchdeckeln herauszubringen. Ich freue mich ob solcher Reaktion und stelle die Gegen-Frage, ob dieses elektronisch-interaktive Format nicht ausreichen sollte, zumal man nur auf diesem Wege gezielt auf einzelne Schlagworte zugreifen könne.

Es kommt zu einer neuen Verabredung. Und das ist gut so.

WS.

[1„Die EU-Erweiterung hat Grenzen geöffnet, aber wie grenzenlos ist die Kommunikation im Europa der 25? Zur Diskussion dieser Frage soll diese Veranstaltung beitragen“, beschreibt DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken das Ziel des am morgigen Freitag in Berlin stattfindenden DJV-Kongresses. Unter dem Titel „Kommunikation ohne Grenzen im neuen Europa“ treffen sich Kommunikationsspezialisten aus PR und Journalismus in der Hauptstadt.