Internat. Fototage in Mannheim / LU.

The 7th International Photography Festival, the largest German Festival of
photography, is moving to the Rhin-Neckar triangle which since 1991 has
been held with great success in Herten. It will take place in
Mannheim/Ludwigshafen from 2005 onwards.
The idea of this successful
festival is to continue unchanged: to bring photographs to people, to
sharpen the senses for what is special and unique in the medium of
photography and in the unceasing flood of images of our times. The main
themes will be Contemporary American Photography and The Art of Being
German.


HEUTE: Eröffnung der Internationalen Fototage . [1].

In einer Zeit, die uns mit positiven Nachrichten nicht gerade übermäßig verwöhnt, erreicht die Foto- und Kunstfreunde nun eine erfreuliche Botschaft: Die "Internationalen Fototage", die seit 1991 mit großem Erfolg in Herten stattgefunden haben, werden [...]zum siebten Mal und zwar in Mannheim/Ludwigshafen stattfinden. Start des Festivals ist der 16. Juni 2005.
„ Wir sind am alten Standort in jeder Hinsicht an Grenzen gestoßen.“, erläutert Hansjoachim Nierentz, der Vorsitzende des organisierenden Vereins „Das BildForum“, der das Festival ins Leben gerufen hat. „Bei der Suche nach einem neuen Standort sind wir dann sehr rasch auf Mannheim/ Ludwigshafen und die Region Rhein-Neckar gestoßen in der es eine reiche fotografische Tradition und eine große Bereitschaft zu Unterstützung und Kooperation gibt.“
Nach einer ersten Kontaktaufnahme im Frühjahr diesen Jahres waren sich Dr. Peter Kurz, Kulturbürgermeister der Stadt Mannheim und Prof. Dr. Cornelia Reifenberg, Beigeordnete der Stadt Ludwigshafen, einig in der Auffassung: „Die Internationalen Fototage passen ideal in unser kulturelles Umfeld.“
Unterstützung findet das Festival neben den beteiligten Städten Mannheim und Ludwigshafen bei der Initiative “Zukunft Rhein Neckar Dreieck “, dem Kulturwerk der VG Bild-Kunst GmbH, Bonn, und den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz .

Das erfolgreiche Grundkonzept des Festivals soll unverändert fortgeführt werden: Bilder zu den Menschen zu bringen, eindrucksvoll und auf hohem bildnerischem Niveau, den Blick zu schärfen für das besondere und einmalige des Mediums Fotografie und Orientierungsmarken zu setzen in der unablässig strömenden Bilderflut unserer Tage. Dies insbesondere unter qualitativen und inhaltlichen Aspekten.
Wieder wird es ein facettenreiches Ausstellungsprogramm mit hochklassiger Fotografie vom Bildjournalismus bis zur Kunst in ungewöhnlichen Ausstellungsorten geben. Dabei gilt ein Hauptaugenmerk traditionell der zeitgenössischen jungen Fotografie. Soviel kann schon jetzt verraten werden: Thematische Schwerpunkte sind diesmal zeitgenössische Fotografie aus den USA und Beiträge zum Thema „Die Kunst Deutsche(r) zu sein“.
Darüber hinaus werden auch wieder herausragende Einzel- und Gruppenausstellungen zu unterschiedlichen Themen zu sehen sein.
Workshops, Seminare, Portfolio Reviews, Podiumsveranstaltungen und Events runden wie immer das Festivalprogramm ab. Die Planungsarbeit daran hat längst begonnen, aber natürlich wird noch intensiv am Programm gearbeitet.
Das Festival setzt darüber hinaus den Startschuss für den „Monat der Fotografie im Rhein-Neckar-Dreieck“. Das war das Ergebnis eines Treffens mit Persönlichkeiten von Museen und Kulturinstitutionen im Juli des Jahres.

Einen ganzen Monat lang werden führende Museen, Galerien und Institutionen Fotoausstellungen zeigen, wird das Jahrhundertmedium Fotografie zum kulturellen Schwerpunkt der Region.
Mit diesem Ereignis profiliert sich das Rhein-Neckar-Dreieck auch im internationalen Kontext, steht doch der „Monat der Fotografie im Rhein-Neckar-Dreieck“ in einer Reihe mit den großen Fotofestivals in Houston, Montreal, Paris, Moskau und Rotterdam.
Damit es wieder ein Fest wird: Ein Fest der Bilder.

Das nachfolgende Bild entstammt der an der Fachhochschule Dortmund entstandenen Reihe: "Die Kunst Deutsche(r)" zu sein. Angeregt wurde das Thema von Hansjoachim Nierentz, dem Vorsitzenden des BildForum e.V. und langjährigem Leiter der “Internationalen Fototage Herten”, der die Ausstellung auf ihrer 2. Station ab dem 16.06.2005 im Rahmen der “7. Inter-nationalen Fototage” in Mannheim / Ludwigshafen vorstellen wird.

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Unter der Betreung von vier Professorinnen und Professoren der Studienrichtung Fotodesign am Fachbereich Design - Prof. Caroline Dlugos, Prof. Cindy Gates, Prof. Heiner Schmitz und Prof. Jörg Winde-, die parallel im WS 2002 die Bearbeitung des gemeinsamen Themas in ihren Seminaren anboten, wurde zunächst durch intensive Recherchen, Umfragen und Diskussionen die Thematik in Arbeitsgruppen vorbereitet.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach der Identität des Einzelnen in Relation zur Nationalität, zur Geschichte, aber auch im Hinblick auf Vorurteile und Klischees. Angefangen von Verallgemeinerungen wie “typisch deutsch” über die komplette Negierung nationaler Zugehörigkeit wie “ich bin nicht deutsch, ich bin ich” kamen nach und nach auch die leiseren und differenzierteren Töne zum Vorschein, bevor dann die individuelle fotografische Auseinandersetzung unter einem gewählten Teilaspekt begann.

Einige Arbeiten beschäftigen sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, deren überlieferte Bildwelten zu Symbolen geronnen sind, die sich plötzlich und unvermittelt mit dem Heute überlagern können. Andere Arbeiten setzen sich mit der Frage auseinander, was Heimat bedeutet und spüren hierfür Kindheits-erinnerungen im sozialistischen Plattenbau von Berlin-Marzahn auf, oder beschäftigen sich mit dem Los von Migranten, die sich zwar mit einem deutschen Pass aus-gestattet, aber kulturell entwurzelt, plötzlich in anonymen Unterkünften oder Ämterfluren wiederfinden.
Ein bestimmendes Thema war auch das Selbstverständnis einer jungen Generation Deutscher, deren Eltern in den Sechziger Jahren als Kinder der damals sogenannten “Gastarbeiter” ins Land gekommen waren. Und natürlich interessierte auch die Frage “Wie sehen unsere europäischen Nachbarn uns?” Mit einem Augenzwinkern werden die vermeintlich deutschen Tugenden wie Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit behandelt oder das Phänomen der Unübersetzbarkeit von Begriffen wie “Gemütlichkeit” oder “Weltschmerz”. Und natürlich bekommt auch die deutsche Küche ihr Fett weg ...
Die große Vielfalt und das breite Spektrum unterschiedlicher konzeptioneller Heran-gehensweisen und fotografischer Um-setzungen der Thematik machen die Ausstellung zu einem beeindruckenden Statement einer neuen Generation von Deutschen.