CeBIT 05: heute in "eigener Sache"

Heute ist der CeBIT 2005 -Start.

Laut dem Veranstalter geht es hierbei um:

Lösungen für die digitale Arbeits- und Lebenswelt

Der Markt für Informations- und Telekommunikationstechnolgie hat sich dynamisch verändert, denn die rasante Entwicklung von IT, TK, Software und Services eröffnet völlig neue Perspektiven für die digitale Arbeits- und Lebenswelt.

Die Artikel mit kleinen "Off-Record-Storries" zu den anderen Tagen werden hier Zug um Zug eingestellt werden unter den folgenden Überschriften:

- Stell Dir vor, es sei CeBIT...
und
- CeBIT 05 Pre View: "Rucke-dieguh: Chip ist im Schuh"
und
- CeBIT 05 Start up im HCC
und
- CeBIT 05 Schnittstellen-Management
und
- article 920
und
- CeBIT 06 Pre View: Meet the Maior

Der heutige Bericht ist durchaus knifflich, reagiert er doch im Grunde auf ein Thema "in eigener Sache".


Welch grosses Erschrecken: die Strassenbahn zum Messe-Nord-Endpunkt war so wenig besetzt, dass es sogar noch möglich war, einen Sitzplatz zu finden, ja, sogar zwei Sitzplätze nebeneinander. Und das zehn Minuten nach Neun Uhr!

Ein vollkommen neues CeBIT-Gefühl: die CeBIT-Zufahrt ohne Gewühl: so macht die Anfahrt richtig Vergnügen. Am Eingang steht schon einer der „alten Bekannten“ und wartet auf seine Tickets. Das passt sich gut ab. Und während er sich seine Route nochmals anhand eines auf Papier ausdruckten Planes vor Augen führt, macht schon der von vielen angereisten Gästen umringte Daten-„Download“-Stand durch die Menschentraube auf sich aufmerksam, die geduldig warten, dass Ihre „Handhalds“ mit den Hallen- und Veranstaltungsplänen geladen werden.

Für diesen Tag steht auch die IRIS Media auf dem elektronischen CeBIT 2005 Event Kalender. Auch wenn sowohl der Titel der Veranstaltung als auch der Veranstaltungsort, der Name des Veranstalters als auch des Ausführenden in dem elektronischen Führer auf dem Personal Digital Assistant, kurz „PDA“ genannt, nur noch abgeschnitten bzw. unvollständig wiedergegeben wurden.

Dennoch, der Ort ist leicht zu finden und die technische Ausstattung ist excellent. Es gibt nicht nur ein gut eingeleuchtetes Rednerpult sondern auch die Möglichkeit, die mobilen Rechner an die Stromversorgung, die Beschallungsanlage, eine mobile Maus und den Beamer anzuschliessen - wenngleich leider letzterer sich nicht zu einer auch nur annähernd farberechten Wiedergabe der Bilder „überreden“ lässt. Das margentafarbene rot des Kunden wird in hellem blau erscheinen. Und dabei wurde - im Gegensatz zu den meisten Vortragenden - eine ausführliche Technikprobe am Tag vor Messebeginn durchgeführt.

Dennoch: die gute Vorbereitung macht sich „bezahlt“. Um einen besseren Einblick in das Geschehen zu bekommen, waren bereits die zuvor Vortragenden Gegenstand einer intensiven Begutachtung. Sie alle kamen mehr oder weniger „last minute“ zur Veranstaltung und gingen einfach davon aus, dass alles klappt. Auch auf die Idee, den Dolmetschern vielleicht zuvor ein kurzes Briefing zu geben oder eine Vorlage der eigenen Präsentation, war offensichtlich niemand gekommen.

Ohne jemandem zu sehr am Zeug flicken zu wollen. Es ist inzwischen recht triste mitzuerleben, wie trotz der neuen Medien sich die Qualität der Vorträge oft nicht wirklich verbessert hat: fehlt gerade noch, dass die Texte nicht mehr vom Blatt gelesen werden. Jetzt stehen sie halt samt animierten Bildern und Filmchen dem Zuschauer auf der Leinwand zur Verfügung. Und während der Betrachter sie zu erfassen versucht, wird er vom Redner mit allerlei zusätzlichem Text versorgt, der allzu schnell zu einem Koordinationskonflikt führt, verbunden mit einem zunehmenden Maass an „Information Overload“.

Wie kann man denn in 20 Minuten wirklich ein Thema mit zumeist neuen Informationen „zum Besten geben“ gegenüber einem Publikum, dessen Struktur und Erkenntnisinteresse so gut wie nicht bekannt ist. An diesem Tag um 11:50 Uhr wurde dazu ein Versuch unternommen, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Es ging darum, eine Systemstrategie für die Einführung des digitalisierten Kinos sprich: „D-Cinema“ vorzustellen, indem die Power-Point-Bilder an der Leinwand samt einigen Überschriften „nur“ noch wie eine Art „Stummfilm“ eingesetzt wurden, die im Hintergrund den eigenen Text illustrierten, während dieser wiederum bildsynchron vorgetragen wurde.

Die Bilder können auf Anfrage direkt im Netz „besichtigt“ werden. Über den Vortrag selber gibt es Augen- und Ohrenzeugen, die an der Stelle des Autors Auskunft geben sollten: auch diese werden gerne auf Anfrage benannt.

PS.

Insgesamt ist die Messe mit all ihren Vorträgen, Präsentationen und Bühnenshows eine ganz hervorragende Möglichkeit, seine eigene Kompetenz an den vielen unzureichenden aber auch den zum Teil hervorragenden Vor-Bildern zu schulen. Schon von daher ist die CeBIT wahrlich einen Besuch wert.